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HyperStar in der Großstadt
HyperStar an einem "Uralt" C11
Vergleichende Bilder
Zur optischen Performance
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Neue Kundenreferenzbilder (2013), aufgenommen mit einem C 11" (Kohlefasertubus) und dem HyperStar System

Die vier Aufnahmen entstanden im Mai 2013 am Chamäleon Observatory Onjala in Namibia. Aufnahmekamera war eine Baader modifizierte Canon EOS 40 D. Die entsprechenden Bilddaten finden Sie unter den Bildern. Alle Bilder lassen sich durch Anklicken auf 75% der Originalgröße vergrößern.
Copyright 2013 by F. Hofmann
 
   NGC 346 NGC 6723 NGC 6025 NGC 7293   
Die Bilddaten (oben, von links nach rechts):
  • NGC 346, NGC 371 und NGC 395, offene Sternhaufen und schwache Nebelgebiete in der kleinen Magellanschen Wolke, 4 x 300 Sekunden.
  • NGC 6723, Kugelsternhaufen, blaue Reflexionsnebel und große Molekülwolke in der südlichen Krone, 29 x 180 Sekunden
  • NGC 6025, großer offener Sternhaufen an der Grenze der Sternbilder Norma (Winkelmaß) und Südlichem Dreieck, Typ II P 2, 12 Bogenminuten, ca. 60 Sterne 10 x 180 Sekunden, und
  • NGC 7293 (Helixnebel), Planetarischer Nebel im Wassermann, 22x 300 Sekunden

Folgend 3 Bildbeispiele, die Mitarbeiter der Firma Baader an diesem Equipment aufgenommen haben. Montiert war das C11 allerdings noch auf einer älteren Atlux Montierung. Auch alle Einzelbilder dieser drei Beispiele wurden bei freilaufender Montierung - also ohne Guiding - belichtet. Kamera war eine Baader modifizierte Canon EOS 5D Mk II. Die Vorschaubilder können durch Anklicken vergrößert werden.
 
   IC 2944 NGC 6723 IC 4628  
Die Bilddaten (oben, von links nach rechts):
  • IC 2944, großer offener Sternhaufen und Nebelkomplex um den Stern lambda Centaurus, 12 x 60 Sekunden,
  • NGC 6723, Kugelsternhaufen, blaue Reflexionsnebel und große Molekülwolke in der südlichen Krone, 9 x 90 Sekunden und
  • IC 4628, lichtschwache H-alpha Region im Skorpion mit den offenen Sternhaufen NGC 6231, NGC 6281 und NGC 6242, 17 x 60 Sekunden.

Kundenreferenzbilder, aufgenommen mit einem Edge HD 11" und dem HyperStar System, montiert auf einer Celestron CGEM Montierung von Franz Hofmann

Herr Hofmann arbeitet transportabel auf einer Terrasse in einem Mehrfamilienhaus vom südlichen Standrand Hannovers.
Die Karte zeigt die Lage des Beobachtungsortes in Bezug auf das Stadzentrum von Hannover, das Bild rechts außen sein Teleskopsetup. Beide Bilder können durch Anklicken vergrößert werden.

Da in der Nähe einige Sportplätze liegen die abends mit Flutlicht beleuchtet sind, kommt häufig ein CLS Filter zum Einsatz. Die folgenden Bilder sind nahezu unbeschnitten, Guidingkontrolle über einen 8 x 50 Sucher.


© google maps         
Alle Aufnahmen wurden mit einer modifizierten Canon EOS 1000 DA aufgenommen. Die den Vorschaubildern hinterlegten Aufnahmen zeigen die Originalgröße im Maßstab 1:1. Bildverarbeitung: Fitswork, Regim, Photoshop.
 
IC 405 - 169 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet IC 2162 - 129 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet
NGC 2174 - 132 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet M81/M82 - 136 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet
Weitere Bilder und Informationen auf der Homepage von Herrn Hofmann

Die Links in den Bildunterschriften führen jeweils zu den entsprechenden Seiten auf der Homepage von Herrn Hofmann. Dort finden Sie weiterführende Information zur Aufnahme und zu den Objekten. Diese Seiten werden in einem separaten Browserfenster geöffnet.
M97/M108-109 Einzelbilder, je 60 Sekunden belichtet
 
 

Im Juli 2010 hatte ich die Möglichkeit mit einem der ersten verfügbaren HyperStar Optiken einige Testaufnahmen mit meinem alten Celestron 11 adaptiertes HyperStar System und einer BAADER modifizierten Canon EOS 40 D aufzunehmen. Das Bild rechts zeigt das Instrument, welches zusammen mit zwei Refraktoren auf einer ALT 6ADN montiert war. Standort des Equipments war die Rooisand Desert Lodge in Namibia.

Das C11 älteren Baujahrs war nicht FastStar kompatibel und wurde von 2 Mitarbeitern der Firma Baader so umgerüstet, dass das HyperStar System adaptiert werden konnte.

Leider hatte ich nur wenig Zeit zur Verfügung, so dass ich an dieser Stelle nur zwei Bildergebnisse präsentiert werden können, die aber eindrucksvoll belegen, welche Möglichkeiten das System eröffnet.


Alle folgenden Vorschaubilder können durch Anklicken vergrößert werden.

 
Kurz nach Sonnenuntergang wurden erste terrestrische Bilder aufgenommen. Zum einen, um die Vignettierung besser erkennen zu können, zum anderen um einen groben Überblick auf die Fokustoleranz zu erhalten, die ja bei einem f/2 Strahlengang extrem gering ist.

Das Bild links zeigt das volle Feld der Canon 40D und die geringe sichtbare Vignettierung resultiert nicht aus dem HyperStar System, sondern aus dem zu engen Spiegelgehäuse der 40 D. Sie ist so gering, dass sie in der Bildverarbeitung leicht entfernbar ist.

Die Fokussierung des Bildes erwies sich als erstaunlich unproblematisch, denn der Fokustoleranzbereich ist erstaunlich breit. Die eigentlich immer problematische Fokussierung über den "kippenden" Hauptspiegel gelang auf Anhieb. Aus meinen Erfahrungen mit "schnellen" optischen Systemen wie den Lichtenknecker Flatfieldkameras hatte ich mehr Probleme erwartet.

Problematischer ist dagegen das HyperStar System sauber zu kollimieren. In Folge der Erwärmung durch die Namibische Sonne hatten sich die Justageschrauben nach der sauberen Justierung durch die Baader Leute der vergangenen Nacht gelöst und das System musste neu kollimiert werden, was mit dem unsymmetrischen Kameragehäuse nicht so einfach war.
 
Deswegen wurde eine Blende geschnitten, die das Kameragehäuses abdeckte, die für die eigentlichen Aufnahmen später natürlich wieder entfernt wurde.

Für Beobachter, die ohne "zweiten Mann" kollimieren müssen gibt es eine Freeware Software, die zur Justage von SC-Systemen ALLER Art fanstatisch geeignet ist. Das Programm heißt AstroRaster (http://www.gosky.de/Software1.htm), wird aber offenbar leider vom Programmierer - Bernd Marquardt - nicht weiter gepflegt, aber im Download immer noch verfügbar ist. Diese Software projiziert verschiedene Gitternetze als Overlay auf den Bildschirm, die in der Transparenz einstellbar sind.
So kann AstroRaster zwei - in ihrem Durchmesser unabhängig einstellbare - zentrische Kreise einblenden, mit denen man ein SC Teleskop sauber kollimieren kann.

Die beiden Bilder links zeigen Screenshots von AstroRaster und der Blende - auch die Kabelverbindungen zur 40 D sind sichtbar.


Doch genug zur Technik und zu den Ergebnissen:
Ausgesucht wurden für die Testaufnahmen die beiden Highlights des südlichen Himmels, auch weil Bilder dieser Objekte für Vergleiche im Web weit verbreitet sind.

Die Bilddaten: links der Eta Carina Komplex. Addition von 10 Einzelbildern 1600 ASA, je 30 Sekunden belichtet. Rechts Omega Centauri, Addition von 10 Einzelbildern bei 500 ASA, je 30 Sekunden belichtet.

Die Alt Montierung lief frei, also kein Guiding, Es wurden keine Flatfield- und keine Dunkelbilder aufgenommen, denn bei diesen kurzen Belichtungszeiten ist die 40 D praktisch rauschfrei. Die Umgebungstemperatur lag bei ca. 20 Grad Celsius. Die Bilder sind um ca. 10% am Rand beschnitten. Die Vorschaubilder können durch Anklicken vergrößert werden.
 
Links können Sie jeweils ein - völlig unverarbeitetes - Rohbild von Eta Carina und Omega Centauri durch Anklicken in Originalgröße im Format 3888 x 2592 Pixel anschauen.

Schaut man sich die äußersten Bildecken der Bilder in Originalgröße an, so sieht man, dass die Justage nicht 100% gelungen war.
Schaut man sich hellere Sterne im Eta Carina Bild an, so sieht man "unschöne" Beugungseffekte durch die Kabelverbindungen zum Kamerahäuse.

Letzteres lässt sich sicher durch eine Konstruktion von vier Streben, an denen die Kabel sauber entlang geführt werden und die vor der Schmidtplatte montiert wird, wirkungsvoll verhindern. Bleibt die kritische Justage, die aber sicher bei mehr Einarbeitung ebenfalls in den Griff zu bekommen ist.

Auf jedem Fall bietet das HyperStar System im Einsatz unter dunklem Himmel großartige Perspektiven und ein enormes Potential, denn
  • die Nachführung ist unkrtitisch,
  • die Fokussierung ist relativ unproblematisch,
  • das nutzbare Gesichtsfeld am C11 ist enorm und
  • der Zeitgewinn ist dank der kurzen Belichtungszeiten (ohne Dunkelbilder) sehr groß.
Wolfgang Paech, Oktober 2010

P.S. Inzwischen steht das C11 fest installiert im Chamäleon Observatory auf der Onjala Lodge und lieferte diese Bilder.
Performance - Belichtungszeit

Nebenstehendes Bild zeigt einen direkten Vergleich zweier Bilder, aufgenommen mit einer Canon EOS 20DA.

Links: 4" f/5 Apo Refraktor, Belichtungszeit: 60 Minuten (12 x 5 Minuten).
Rechts: HyperStar C14, f/1.9, Belichtungszeit: 90 Sekunden (9 x 10 Sekunden)

Klicken Sie hier oder auf das Vorschaubild zum Laden einer größeren Version

copyright by Starizona, USA
Performance - Bildfeldgröße

Das Bild des Orionnebels ist ein Vergleich C11 fokal und C11 mit HyperStar und zeigt den dramatischen Gewinn an Gesichtsfeldgröße. Klicken Sie hier oder auf das Vorschaubild zum Laden einer größeren Version des Bildes.

Die Aufnahme stammt von Herrn Geissinger und wurde mit einem Edge HD 1100 Tubus und einer ALCCD Kamera 6c. Belichtet wurde 33 x 120 Sekunden ohne Guiding.
Zur optischen Abbildungsqualität in der Praxis:

Die Abbildung links zeigt ein Negativbild von IC 405 - 169 x 60 Sekunden, aufgenommen mit einer Baader modifizierten EOS 1000D. Im Bild sind 5 quadratische Bildsegmente in den äußeren Ecken und in der Bildmitte markiert.

Diese 5 Segmente sind im unteren Bildteil in einer auf 200% skalierten Bildgröße des originalen Bild dargestellt. Wie man deutlich sehen kann, sind die Sternabbildungen bis in die äußersten Ecken des APS-C Chips der EOS 1000D absolut punktförmig - ohne Bildfehler wie Koma und/oder Astigmatismus.

Klicken Sie hier oder auf das Vorschaubild zum Laden einer großen Bilddarstellung. Originalaufnahme copyright by F. Hofmann

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  Eine ausführliche Beschreibung und Anleitung zum Einsatz der HyperStar Optik, der Kollimation und der Montage des Umbau Kits für den HyperStar

Viele weitere Testbilder finden Sie auf der Homepage von Starizona in den USA

 
Das Celestron EdgeHD White Paper - zur Strategie und Entwicklung der Celestron EdgeHD Optik - geschrieben von den Celestron Entwicklungsingenieuren, in deutscher Übersetzung von Baader Planetarium. Lesen Sie ALLES zu den Celestron SC - und EdgeHD Teleskopen. Ab Seite 27 zeigen wir Ihnen auch ausführlich die optische Performance der HyperStar Systeme.

  des 42-seitigen pdf-files Edge HD White Paper